Einsatzabend des Kreisverbandes Freising der Jungen Union beim rufBUS Freising mit Besuch von Landrat Josef Hauner

Freising. Mittlerweile schon Tradition hat der Einsatzabend des JU-Kreisverbandes Freising im Frühjahr jeden Jahres beim rufBUS Freising. Zahlreiche Mitglieder aus dem gesamten Landkreis Freising waren auch am vergangenen Samstag, den 18. April 2015, wieder mit dabei.

Der stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins SubfuR e.V., Bezirksrat Simon Schindlmayr, erklärte zu Beginn ausführlich die Grundkonzeption des Rufbusses. Der rufBUS, im Jahr 2001 ins Leben gerufen, bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zu 26 Jahren die Möglichkeit, sich am Freitag und Samstag zwischen 20 Uhr abends und 4 Uhr morgens kostengünstig (Fahrpreise variieren je nach Strecke zwischen einem und sechs Euro) und sicher im gesamten Landkreis Freising befördern zu lassen. Angefahren werden ungefähr 600 Haltestellen. Hierzu stehen Kleinbusse zur Verfügung, die je nach Bedarf von Busunternehmen angemietet werden.

Rufbus-Gründungsmitglied Simon Schindlmayr beschrieb außerdem die technische Abwicklung der im Minutentakt eingehenden Anmeldungen, die personelle – hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragene – Ausstattung sowie die finanzielle Unterstützung. Der Landkreis Freising fördert den Verein mit jährlich ca. 50.000 € und ermöglicht dadurch eine längerfristige Planung. Bezirksrat Schindlmayr unterstrich am Ende seiner Ausführungen, dass der Rufbus laufend auf der Suche nach neuen Helfern sei. Vor allem Fahrer werden dringend gesucht.

Landrat Josef Hauner, der den Helfern in der Rufbus-Zentrale in Freising eine Stippvisite abstattete, bedankte sich beim gesamten Rufbus-Team für die langjährige Arbeit und zeigte sich erfreut über das große Verantwortungsbewusstsein so vieler junger Menschen, dieses Angebot aktiv zu nutzen. Er verwies auf die Einzigartigkeit dieser Einrichtung im bayernweiten Vergleich und machte deutlich, dass er sich auch zukünftig – wie bei seinem Besuch vor einem Jahr versprochen – für eine Sicherstellung der finanziellen Ausstattung und somit der Existenz des Rufbusses einsetzen wird. Darüber hinaus bot er seine Hilfe bei auftretenden Problemen an und machte deutlich, dass der fortwährende Austausch ganz in seinem Interesse sei. Landrat Hauner wörtlich: „Ohne das beeindruckende ehrenamtliche Engagement so vieler Leute aus dem gesamten Landkreis Freising wäre diese Einrichtung nicht aufrecht zu erhalten. Das Ehrenamt ist einer der wesentlichen Pfeiler unserer Gesellschaft und das gilt es so tatkräftig wie möglich zu unterstützen.“

 

JU-Kreisvorsitzender Martin Hauner, wie viele weitere Mitglieder der Jungen Union Freising selbst als Fahrer beim Rufbus aktiv, betonte, dass der jährliche Einsatzabend des JU-Kreisverbandes Freising beim Rufbus einerseits die fortdauernde Unterstützung der Kreis-JU für diese lobenswerte Einrichtung zum Ausdruck bringen soll, andererseits aber auch neuen Helfern – sei es als Fahrer, Beifahrer, Telefonisten – den Einstieg so leicht wie möglich machen soll. Am einfachsten funktioniere das durch eine Gruppenaktion, bei der man sich gegenseitig zum Mitmachen motiviert. JU-Kreisvorsitzender Hauner schlug zudem vor, noch intensiver parteiübergreifend Werbung für dieses Vorzeigeprojekt des Landkreises zu machen, um die Zahl der so dringend benötigten Helfer weiter zu erhöhen. Die konkrete Forderung der JU: Auch auf den Homepages des Landkreises Freising und seiner 24 Gemeinden soll der Rufbus in Zukunft prominenter platziert werden.

Ein thematischer Kernpunkt des JU-Kreisverbandes Freising ist weiterhin nicht nur der Erhalt und die ausreichende Finanzierung dieser Einrichtung, sondern auch eine intelligente Verknüpfung bestehender Mobilitätsangebote im gesamten Landkreis. Diese müssen gleichzeitig zum Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, vor allem in der Fläche, geschehen. Über ein vergleichbares Angebot auch für den älteren Teil der Bevölkerung im Zuge der demographischen Entwicklung müsse in den kommenden Jahren seitens der Gemeinden und des Landkreises unbedingt intensiv nachgedacht werden.

Beeindruckt von der Leistung des Rufbusses absolvierten nach der umfassenden Einführung JU’ler als Fahrer und Beifahrer sowohl die Früh- und die Spätschicht an diesem Samstag. Erst weit nach vier Uhr in der Früh wurden die letzten Fahrgäste sicher an ihrem Ziel abgeliefert und der Einsatzabend war beendet.